Frage zu orangen CPO

  • Hallo,


    ich überlege momentan mein 180l Aquarium (100*40*45cm) für CPOs einzurichten.


    Die Einrichtung ist mir soweit klar, Steine, Hölzer, Moos, dicht gepflanzter/eingerichteter Bodenbereich, damit die Raufköpfe sich aus dem Weg gehen können.
    Im Hintergrund werden es eher robustere Pflanzen, wie Farne, Anubias, Echinodorus, da ich eher mit geringerer Beleuchtung arbeiten möchte.
    Als Filter dachte ich an einen Sera L300 Schwammfilter.
    Ein Heizstab soll es nur zu Absicherung im Winter geben, dachte so an minimum 20° Wassertemperatur.


    Ein paar Fragen betreffen noch das Wasser.
    Mein Hamburger Leitungswasser hat 9-9,5GH, 8-8,5KH und einen Leitwert von ~480yS/cm.
    Bis auf den Leitwert erst mal recht gute Werte für die CPO, da kommt bei dem KH etwa ein PH von 7,8-8 raus.
    Die Frage ist ob ich den Leitwert noch anheben sollte, und wenn ja womit?
    Die andere wäre, ob es mehr Sinn macht Osmosewasser mit Mineralsalzen auf CPO geeignete Werte zu bringen?
    Wo mit gibt es bessere Erfahrungen?


    Die nächsten Fragen betreffen potenzielle Mitbewohner.
    Da ich weiß, das CPOs alles anfressen was sie in Bodennähe erreichen können, daher würde ich natürlich nur Fische nehmen wollen, die Nachts nicht unten schlafen.


    Bei den Wasserwerten ist die Auswahl ja so wie so etwas begrenzt.
    Momentan sind mir Nacktlauben, Kardinalfische oder Zwergregenbogenfische als Möglichkeit bekannt.
    Gibt es dazu Erfahrungen oder auch noch andere Optionen?


    MFG Andre

  • Hallo Andre,


    bei uns sind "nur" gambarellus diminutus (auch tagaktiv) im Becken vergesellschaftet (siehe auch Halterliste).
    Das/ein zusammen Leben klappt mit allen wechselseitig wunderbar.
    Unsere Zwergfusskrebse waren die letzten (vor den Zwergbuntbarschen ;) ) die ins Becken eingezogen sind >>> ich hatte zuvor auch so meine Bedenken hinsichtlich Verträglichkeit...
    Wenn es bei dir CPO's (Mexikaner siehe auch hier: http://www.aquarium-guide.de/k…_patzcuarensis_orange.htm ) werden sollen, würde ich für eine "Vergesellschaftung" meine Auswahl auch eher auf dem selben Kontinent zusammenstellen/suchen hier:http://www.aquarium-guide.de/herkunft1.htm .
    (und sicher kann man auch ein klein wenig weiter "südlich" ... 8) schauen.)
    Ich würde mal behaupten dass eine in der Art zusammengestellte "Gesellschaft" von deren Anforderungen her besser/leichter unter "einen Hut" zu bringen sein dürfte. (Auf lange Sicht problemloser!)
    Ist halt nur ein kleiner Wink :rolleyes:


    Gruß Thomas /Delta :)

  • Hallo,


    Das Problem mit den meisten anderen Süd/Mittel Amerikanern dürfte die Wassertemperatur sein, die sich nicht gut .
    Ich habe aus anderer Quelle erfahren, das die Wassertemperatur bei 20-21° liegen sollte, und ab 25° gekühlt werden muss.
    Das und das Harte Wasser verträgt sich nicht gut mit den meisten Süd Amerikanern.


    Mfg Avertägt
    ndre

  • Hallo Andre,


    ich kann dir hier nur berichten wie ich mit meinen "Mittelamerikanern" zurecht komme.
    Zu, Zitat:

    Zitat

    Ich habe aus anderer Quelle erfahren, das die Wassertemperatur bei 20-21° liegen sollte, und ab 25° gekühlt werden muss.

    Bei mir läuft das Becken auf 23° an dem Durchlaufheizer eingestellt.
    Der Heizer ist bei mir eher für einen Notfall falls es (draußen) doch mal richtig frostig werden sollte.
    Ansonsten hat der Heizer bei mir wenig zu tun.
    Nun habe ich mit meinem Trigon auch den/einen "Vorteil" >>> bei mir ist nur die Front zur uneingeschränkten Einsicht vorgesehen. Beide Seiten und den Untergrund habe ich ganz bewusst sehr gut gedämmt.
    Unter dem Becken ~15mm Bautenschutzmatte (dickes Gummi); jeweils an den Seiten 50 mm Styrodur- Platten, zusätlich zwischen Hintergrundfolie und Syrodurplatte / Bodenglas und Bautenschutzmatte jeweils ganzflächig noch "Alu-kaschierte Erste- Hilfe-Decke(n" (aus einem Autoverbandskasten).
    So ausgerüstet genügen schon die "Wärmeabstrahlung" der LED's + die "Reibungswärme" aus dem Filter (die meiste Zeit). Das nur mal eben nebenher, falls ich aus deinem Text rauslese, dass du nicht so wirklich zuheizen möchtest.
    Im übrigen haben meine Bewohner alle in dem derart ausgestatteten Becken bei bis zu 25,5° Wassertemperatur den Sommer 2013 sehr gut "überstanden" (zur Erinnerung der war lange warm / manchen war es zu heiß /ich fand es klasse endlich mal ein richtiger Sommer :) ).
    Es war für unser Becken der erste derartig (natürliche Temperaturanstieg), wo ich zunächst auch nicht recht einschätzen konnte wie weit das Thermometer noch steigen könnte/wird.
    Ich sollte vielleicht dazu sagen, das Zimmer mit dem Becken liegt nach Süd ausgerichtet. Wo die Hausseite jeden sonnigen Tag ab 10 Uhr bis ca. 17Uhr ohne Schatten den Tag durchläuft. An solchen Sommertagen haben wir dann aber immer auf der der Sonne zugewandten Hausseite die Fenster geschlossen und die Jalousie abgedunkelt.
    Alle andern beschatteten Fenster sind dann (meistens) auf kipp geöffnet und zudem alle Innentüren stehen offen.
    So ausreichend durchlüftet ließ sich auch in 2013 die Beckentemperatur auf moderate Spizenwerte von 25,5° halten.
    Dazu waren dann natürlich auch der vordere und die beiden hintersten Beckenabeckungs- Segmente für einen besseren Luftdurchzug geöffnet. (ansonsten aber alles ohne technische Hilfsmittel wie Kühlgebläse o.ä..)
    So nun aber genug geschreibselt...
    Was ich sagen wollte kurz gefasst:
    Die 23° Wassertemperatur für meine "Mittelamerikaner" gehen bei Ihnen (offensichtlich) in Ordnung.
    Die Sommerliche Spitzen- Temperaturwerte von gemessenen 25,5° haben sie alle gut überstanden.
    Meine vorab Gedanken um Wassertemperatur; Energie sparen; isolieren etc. haben bisher Sommer wie Winter gepasst.
    Mein texten sollte letztendlich für dich nur als Hinweis dienen dass es möglich ist alles unter einen Hut zu bringen.
    Ach ja, deine Kh und Gh Werte :D habe ich fast schon vergessen.
    Dazu nur ein "kleiner Wink mit dem Scheunentor", >>> die reduzieren /wandeln dir in einem gut bepflanzten Becken deine Pflanzen gerne in verwertbares um ... :daumenhoch:
    (Ich hatte für unseren Beckenstart (bewusst der Auswahl des Bodengrund geschuldet) anfangs mit ähnlich hohen KH und GH und ohne Ausnahmen nur "hungrige und zudem schnellwüchsige Pflanzen" am Start... /mittlerweile habe ich fast alle auf langsam wachsene Pflanzen (aus der passenden Region) umgestellt.)
    (... wenn du dazu mehr Info's lesen möchtest stelle ich gerne einen Link zum Thema "Wasserchemie" ein.)


    So erst einmal, Gruß Thomas :)

  • Hallo,


    so langsam geht es vorwärts, ich habe Heute schwarzen Bodengrund und Schiefersteine bekommen, auf den Sera L300 Schwammfilter und die Schego Optimal Membranpumpe und diverse Hölzer warte ich noch.


    Einzig bei den Pflanzen bin ich mir noch nicht sicher, da sich für mich die Wasserwerte der CPO irgend wie schwer mit vielen Pflanzen verbinden lassen, zumal die gerne CO2 hätten und ich da mit dem Luftheber sehen muss, wie gut das funktioniert.


    mfg Andre

  • Hallo,


    das Aquarium macht vortschritte.
    Der Bodengrund und die Schiefersteine sind da, das Holz und die Pflanzen werden bis Sonnabend da sein.
    Entgegen der bisherigen Planung werde ich an stelle des Schwammfilter doch einen Eheim Biopower Innenfilter verwenden, um das Wasser besser für die Pflanzen gestallten zu können, sprich CO2 zugabe.
    Wenn ich mein Hamburger Leitungswasser nehme, mit 9GH und 8,5KH, kann ich einen PH von 7,2 einstellen, bei ungefähr 20mg/l CO2.
    Damit können dann sowohl die CPO wie auch die Pflanzen leben, die Wassertemperatur soll bei 21-22° liegen, dann wäre auch noch ein Fisch für den oberen Wasserbereich möglich.


    Zu den Fischen habe ih noch mal ein paar Frage.
    Welche Fische eignen sich zur Vergesellschaftung mit den CPO?
    Bei 21° Wassertemperatur habe ich Nacktlauben, Kardinalfische, Zwergregenbogenfische, Perlhühner, Endlers und Neons gefunden, wobei den Perlhühnern der PH zu hoch sei wird.
    Wer hat Erfahrungen mit Fischen und CPO? Welche Fisch Art empfiehlt sich eventuell besonders?


    Ich finde die Zwergregenbogenfische und Kardinalfische sehr interessant, aber auch die Nacktlauben wären eine Option.


    mfg Andre

  • Hallo Andre,
    meine CPO habe ich mit Schmucksalmlern und Zwergbuntbarschen
    gehalten, zudem noch ein Trupp Panzerwelse (C. similis).
    Die Beobachtungen zeigten mir folgendes:
    Mit nicht bodenorientierten Fischen gab es überhaupt keine Probleme.
    Mit den Barschen war es ab und an etwas heikel, sie konnten sich aber
    immer gegen die Krebse durchsetzen, würde ich aber nie wieder
    zusammen halten. Die Barsche, sonst doch recht dominant, verpieselten
    sich doch öfter.
    Mit den Welsen ging es gar nicht, habe ich aber erst recht spät gemerkt
    als ich fast gar keine mehr sah. Es waren immerhin 14 Stück, sie kamen
    selbst zum füttern nur vereinzelt mal zum Vorschein.
    CPO würde ich nie mehr mit Bodenfischen zusammen halten, Fische, die
    rein nur im Becken rumschwimmen sehe ich nicht als Problem an.
    Sollte ich mir noch einmal CPO oder ähnliche holen, dann kommt für
    mich nur noch ein gut strukturiertes Artenbecken in Frage.


    Gruß


    Erich

  • Hallo Erich,


    danke für das Mitteilen deiner Erfahrungen.
    es sind definitiv keine bodennah lebenden Fische geplant, das geht nicht mit Krebsen, aber ich habe ja auch noch ein paar Wochen Zeit mich zu entscheiden.


    das Aquarium wird schon gut strukturiert.
    ich habe schon 25kg Schieferbruch mit 6-10cm, diverse Hölzer und Tonröhren, dazu viel Wasserkelch und Moose.
    ich hoffe das Aquarium auch so eingerichtet bekomme, wie es in meinen Kopf schon aussieht ;)


    mfg Andre