dauerhaft Blaualgen (gelöst)

  • Maggi, das mit dem Kieselalgenwachstum würde ich so nicht unterschreiben. Nach meinem Umzug habe ich jetzt drei Becken in denen alles gut läuft und eines, wo ich ein sehr starkes Algenwachstum habe. Das Problem: Wenn ich innerhalb der Woche WW mache, liegt der Phosphatwert fast bei Null wenn das Wasser aus der Leitung kommt. Mache ich den WW am Wochenende (wenn man meistens Zeit hat und natürlich dem WW vornimmt) haue ich mir sehr viel Phosphat ins Becken, weil es im Leitungswasser ist, Ich habe das jetzt über mehrere Wochen beobachtet und gemessen. Dieses Problem mit den Algen hatte ich an meinem alten Wohnort nicht. Falls du einen Testkoffer besitzt, miss doch mal nach bevor du dein Wasser wechselst. Liebe Grüße
    Sandra

  • Hallo,


    Das sieht doch wieder gut aus :!:


    Phosphat bekommt man meistens über das Futter und die Fische mehr als genug, es ist selten das man das düngen muss.


    Ich nutze auch alles als Einzel Komponenten ( Dünger, NO3, PO4), das ist sicherer da ich nur das geben muss was auch benötigt wird.


    Mfg Andre

  • Na, das schaut doch wieder gut und gesund aus.
    Hast Du gut gemacht, wollte ich Dir eigentlich
    eben auf der Börse noch sagen.
    Meine Tiere sind gut angekommen.
    Dann bis Montag.


    Gruß


    Erich

  • Hallo Gerhard,
    Ich habe meine 10 Pseudomugil furcatus auf 16 aufgestockt.
    Sind jetzt 5 Männer und 11 Weiber.
    Die Feuertetras aus dem 128er waren bereits umgezogen,
    nun war da gut Platz. Hübsche Tiere.
    So, nun weißt Du, ist ja Birthes Thread hier.
    Aber bevor Du nicht ruhig schlafen kannst.....


    Gruß


    Erich

  • Ich führe den Thread hier mal weiter, um die wichtigen Infos darin beizubehalten. Das Becken war ja mal ganz gut, aaaaaaber dann hab ich da die Betta smaragdina rein getan, was stoffwechselmäßig so ziemlich auf's Gleiche hinaus läuft wie Makropoden. Die schmierig braunen Beläge kamen wieder und waren ein konstanter Begeleiter. Die Betta fressen leider auch Schnecken, insofern kommen die als Gegenspieler nicht in Frage. Stattdessen habe ich es mit Guppies versucht, und siehe da, gleicher Effekt. Nichts verändert, nur Guppys zu, Becken sauber. Die nuckeln die ganze Zeit brav die Beläge ab und verändern wohl, obwohl auch das Futter genau das gleiche ist, die Wasserwerte zum positiven. Spannend.

    Nun hab ich aber noch zwei Becken voll mit jungen Betta splendens, die die Guppsen wohl eher nicht dulden werden. Da ist in letzter Zeit eine regelrechte Blaualgenexplosion unterwegs. Nun habe ich den Versuch gestartet, dem Problem mit einem Phosphatfiltermedium zu begegnen. Ich werde berichten, wie das läuft.


    Viele Grüße

    Birthe

  • Meine Erfahrungen mit Cyanobakterien (Blaualgen) sind folgende:


    • Hat man ein zu sauberes Becken wie z. B. Beim Einfahren oder nach zu gründlichem säubern, breiten sich diese Bakterien gerne aus, weil sie weniger Konkurrenz durch unsere nützlichen Bakterien haben. Ich habe in meinem 30l Aquacape Filterschlamm aus meinem 260er auf die Blaualgenflecken (etwa 2. oder 3. Woche Standzeit) gegeben und sie sind ohne weiteres Zutun gestorben... Es war nur etwa ein Esslöffel.
    • Wie bei Algen profitieren auch Cyanobakterien von einem Nährstoff Ungleichgewicht. Sie benötigen vor allem Licht und sind wenig wählerisch bei den Nährstoffen als höher entwickelte Pflanzen (Minimmumgesetz von Liebig). Füttert man Pflanzen zu einseitig, weil man zu viel Fischfutter (NP) und zu wenig Kalium, Eisen und Mikronährstoffe hinzu gibt oder es ein Ungleichgewicht zwischen CO2 und Lichtmenge herrscht, gewinnen Cyanobakterien oder Algen das Wettrennen.
    • Cyanobakterien zu entfernen ist sehr einfach mit ner Dunkelkur und Garnelen, Schnecken oder Pflanzenfressende Fische. Diese gehen aber nur an tote Cyanos. Man kann sie auch mit Easy Carbo oder anderen Desinfektionsmittel wie Wasserstoffsuperoxid einnebeln oder nach ablassen des Wassers kurz besprühen. Das tötet sie dann chemisch... Mit allem nützlichen dazu. Danach sollte man wieder animpfen.
    • Da Cyanobakterien als sporen allgegenwärtig sind, wird man sie auf lange Sicht aber nur durch ein biologisches Gleichgewicht und Pflanzenwachstums oder andere Algen los werden.

    Gruß Alex

  • Viel Erfolg wünsche ich Dir von ganzem Herzen, habe hier ja auch das Problem, unsere WW haben sich verändert, es wird zu viel Gegüllt...

    Ich fange morgen an 1 Teelöffel Luvos Heierde mit ins Wasser zu geben, das soll die Schadstoffe binden, bin mal gespannt...

  • Da wundert einen dann auch nichts mehr ^^

    Leider hab ich den Test gerade erst gekriegt, jetzt ist der Phosphatsenker ja schon ein paar Tage im Filter. Es sind derzeit nun "nur" 1 mg Phosphat, vielleicht waren es vordem noch mehr. Werde in ein paar Tagen nochmal messen, ob der sich nach unten bewegt, sprich das Filtermatieral funktioniert. Dann sollten die Blaualgen hoffentlich auch zurück gehen. Nitrat hab ich auch nochmal gedüngt.

  • Hab grad gemessen, hab's in der Leitung -.- und dann oben drauf viel Lebendfutter. Wie gesagt, die Betta scheinen noch besonders phosphatreiche Ausscheidungen zu haben, die anderen Becken sind nicht so schlimm betroffen. Obwohl die Wasserwechselzyklen die gleichen sind, komm ich im Elritzenbecken zb nur auf 0,2 und nicht 2 mg einige Tage nach dem WW.