Neues Bachbecken-Projekt

  • Ein erster Schritt ist getan...
    Gestern habe ich das Testbecken abgeholt. Ein altes Juwel in 80x35x40 mit Abdeckung und Doppel T8 Leuchtbalken.

    Die Scheiben haben schon einige Kratzer und einen kleinen blinden Fleck, sind aber dicht. Die Abdeckung ist an sich ok, nur sprangen die Leuchtstoffröhren nicht an, obwohl sie beim Abbau im Winter noch funktioniert haben sollen.

    Naja, am Ende hab ich 20€ bezahlt, was glaub ich als Testbecken nicht zu viel war.

    ?Bilder reiche ich zum Wochenende nach, da das Becken grade am Urlaubsort verbaut im Kofferraum des Wagens steht..
    *Edit* Bilder eingefügt



    Ich werde alle aufkommenden Fragen dann hier im Beitrag einstellen, damit sich das nicht so sehr verteilt.
    Also auf in die weitere Planung..

  • Da der Leuchtbalken aktuell nicht anspringt, ich aber keinen größeren Defekt vermute, ist die Frage mit welchen Leuchtmitteln ich ihn bestücken soll??
    Geplant ist eine Betriebszeit von max. 2-3 Jahren, bevor in ein großes Becken umgesiedelt wird..


    ???1. Einfache Starter mit 865er Röhren?+ Reflektoren, ca. 28€
    ?2. Elektronische Starter mit 965er Vollspektrumröhren + Reflektoren, ca 39€
    ?3. Fertige LED Röhren, irgendwo zwischen 70 und 130€?


    Ich tendiere aktuell zu Variante 2.
    ?Kaum teurer als Variante 1, aber theoretisch "vollständigeres" Licht? und etwas mehr rot für die Pflanzen. Außerdem sollten die Röhren mit dem Elektrostarter geschont werden.
    ?Die LEDs sind mir in guter Qualität irgendwie noch zu teuer, als dass sich die Stromersparniss von 16w rechnen würde..???


    Wie sind eure Erfahrungen?
    Bringen die 900er Röhren in der Praxis was??
    ?Gibt es weitere Argumente für oder gegen die genannten Varianten??

  • Hallo Ian,


    wenn Du ein bißchen bastelfreudig bist, kannst Du dir wesentlich günstiger eine LED Beleuchtung selber bauen.
    Wir haben hier einen Thread wo einiges dazu zusammen gekommen ist:
    LED Beleuchtung für Aquarium


    Ich merke gerade ich hab meine Beleuchtung noch nicht vorgestellt, mache ich später mal einen Thread zu.


    Wenn Du nicht basteln willst, bist Du, ganz ehrlich, mit den normalen Leuchtstoffröhren auch sehr gut beraten ^^ Mit den Startern hab ich mich noch nicht beschäftigt, kann man den Starter einfach wechseln, aber der Rest (Vorschaltgerät) bleibt gleich?


    Grüße
    Birthe

  • Hallo,


    Sie 9er Röhren haben meistens etwas weniger Lumen als die 8er.
    Wachsen tuen die Pflanzen unter beiden Arten gut.


    Der Preisunterschied liegt bei rund 6-8€ zwischen 8er und 9er Röhren von z.b. Osram.


    Was die Farbe angeht hängt es auch etwas am persönlichen Geschmack, ob man eher gelbliches oder weißes Licht mag.


    Ich hatte zuletzt immer die teuren JBL Color und Natur als Kombi über den Aquarien, das war ein eher gelbliche/rotes Licht was auch grün gut aussehen lies.


    Bei den LED habe ich über meinem 180l momentan einen EasyLED Balken, mit dem ich sehr zufrieden binn:



    Mfg Andre

  • Ich hab mir den LED Thread mal angesehen..
    Insgesamt scheint so ein System mit Controller, um einen wirklichen Mehrwert zu haben, deutlich über 60€ zu kosten. Damit lohnt es sich für das Becken nicht, denk ich.?Bei einem großen Folgebecken von ca. 150cm ist das natürlich was anderes. Aber so weit ist es ja noch lange nicht..



    Lichtfarbe sollte für mich schon so im Bereich 5500K bis 6500K liegen. Und da gibt's ja im Grunde von den günstigen Osram in 590mm Länge nur die 65er Lampen.


    Die Starter soll man wohl einfach austauschen können. Hätte den Vorteil, dass die Lampen beim Einschalten nicht mehr blinken und somit nicht so schnell verschleißen. ?


    Preisunterschied zwischen 865 und 965 sind sogar nur 3-4€ das Stück. Und die elektronischen Starter liegen bei 3€ statt 0,60€.

  • Moin,
    für mich würde sich da zuerst die Frage stellen, was ich durch fas LED Licht erreichen möchte.
    Dann darum, ob und welche Pflanzen überhaupt in den Bach sollen. Wird es wirklich ein Bach mit guter Strömung, dann ist die Beleuchtung sicher zweitrangig. Denn nicht alle Pflanzen mögen eine Strömung und nicht alle halten dort auch gut im Bodengrund. Wird der Besatz später der Strömung gerecht, dann ist die Bepflanzung, wie bei mir, nur etwas für unser Auge. Die Tiere benötigen sie nicht. In den Fließgewässern, aus denen sie häufig kommen gibt es kaum Pflanzen. Da beschränkt sich der Bodengrund auf verschiedene Sand und Steingrößen, vielleicht noch etwas Holz.
    Somit würde die Beleuchtung mit LED sicher nur den Stromspareffekt bedienen. Da reichen dann auch einfache LED Leisten die man einfach zusammen stecken kann oder mit Kabel verbinden kann. Das habe ich mir über 3 Becken auch gebastelt. Die sind auch nur 20-25cm hoch, da wächst es sogar mit dem Licht recht gut drunter. Dein endgültges Becken soll ja auch nicht höher werden.
    Ich würde mir also erst über andere Dinge Gedanken machen und dann zum Schluß welche über die Beleuchtung und es vorerst bei den Röhren belassen. Über meinem fahre ich mit 2T5 Röhren der 800er Serie recht gut, alles andere wäre viel zu hell und müsste weit herunter gedimmt werden
    Aber das sind nur meine Überlegungen, Du wirst schon das richtige für Dich finden.


    Gruß


    Erich

  • Will man einen tatsächlichen Bachlauf nachstellen, wäre auf Grund typischerweise spärlicher Bepflanzung die einfachste Beleuchtung also völlig ausreichend.
    2 neue Starter und einfache 865er Röhren ohne extra Reflektoren.. Zusammen 10€.
    Ich stell die Beschaffung aber mal hinten an bis später die Pflanzen Frage komplett geklärt ist.
    Erste Frage soweit erledigt.
    Danke.

  • Moin zusammen,
    es geht weiter mit dem Bachbecken, bzw. dessen Unterbau.


    Als erstes mal so die Wünsche zusammengetragen:
    - soll nicht zu hässlich sein, und als Raumteiler beidseitig nutzbar
    - Maße ca. 180cmx80cm
    - stabil genug für ein Aquarium mit über 500L (man weiß ja nie was noch so kommt..)
    - die Inhalte eines alten IKEA Expedit Regals sollen da rein
    - das Geschirr eines 120cm Geschirr Unterschranks auch
    - und dann wäre genug Platz für eine CO2 Flasche oder ein Technik Becken inkl. Ablaufschacht ganz gut (man weiß ja nie was noch so kommt..).


    Mit einem normalen Aquarium Unterschrank ist also nicht getan.
    Nach einiger Recherche, Überlegung, neuer Recherche, Überlegung, erneuter Recherche, Überlegung........


    Es wird ein gemauerter Unterbau mit ein paar Holzteilen (Deckplatte, Türen, Böden und so).



    Und los gehts:



    benötigtes Material für 1. Bauabschnitt:
    28 Ytong Planblöcke 62,5x25x10cm (Ebay Kleinanzeigen)
    4 Ytong Fensterstürze in 200x11,5x12,5cm , 6 Ytong Plansteine in 62,5x25x5cm, Mörtel,... (Baustoffhändler)
    5mx25cm LKW Anti-Rutschmatte, 10mm stark (war noch da)
    180x78cm Siebdruckplatte, 20mm stark (Baustoffhändler)



    Die Anti-Rutschmatte zurechtgeschnitten, ausgelegt und miteinander verbunden.
    Man erkennt schon grob die Aufteilung mit je drei "Spalten" pro Seite. Links für die sechs Fächer des Expedit Regals, rechts für zwei kleine und eine großes Geschirrfach. Hinten links der Ausschnitt bleibt erstmal frei und kann bei Bedarf CO2 Flasche oder ein Technikbecken aufnehmen


    Danach 23 große Plansteine zurechtgeschnitten und Testaufgebaut (leider kein Bild davon).
    Im Anschluss beschriftet, abgebaut und wieder aufgestapelt damit die Terrasse vom groben Sägestaub befreit werden kann.



    Als nächstes muss ich dann mal die restlichen bestellten Sachen abholen, nochmal etwas sägen und dann schauen wann wieder etwas Zeit zum Mauern ist.
    Bis dahin..


    Gruß, Ian

  • Moin zusammen,
    da Frau und Baby doch eine Menge Zeit beanspruchen, hier erstmal nur ein kleines Update zum Baufortschritt (noch ohne Bilder)...



    Unterbau:
    Die Ytong Steine sind, bis auf zwei, aufgemauert. Die Aussparungen der Holzeinsätze für Regalbodenträger und Türscharniere werden vervollständigt, sobald der Kleber der letzten zwei Steine getrocknet ist.
    Danach kommen dann die Trägerstürze oben drauf.


    Wenn ich soweit bin, stell ich euch entsprechende Bilder ein.



    Aquarium:
    Die Acrylplatten sind geschnitten, eingepasst und teilweise verklebt (ist alles rausnehmbar und etwas größer als bei Erich konstruiert).
    Es fehlen nur noch die beiden Kreisausschnitte für die Strömungspumpen in der Frontplatte der Druckkammer.


    Die Stömungspumpen sind angekommen. Habe mich für erstmal zwei Jebao RW-15 mit insgesamt 30.000 l/h entschieden. Wenn das nicht reicht, setzt ich noch eine dritte dazu - Platz ist noch genug da...


    Ich hab mich bei der Beleuchtung gegen die zuvor schon thematisierte T8 LSR enschieden und eine Großinvestition des zukünftigen 150cm Beckens vorweggenommen.
    Geordert wurden beim Waveman aus dem Aquariumforum.de 2x 0,5m highpower 6400K Leisten (gesamt 2400lm = 30lm/L) sowie eine 0,5m RGB Leiste. Dazu ein passives 150W Meanwell Netzteil und ein TC420 Controller.
    Für das 150cm Becken brauch ich dann noch noch 3x 1m Leisten dazu und kann Netzteil/Controller weiterverwenden und bei Bedarf sogar noch weiter ausbauen...


    Überlege nun, ob ich die LED Leisten in den originalen Plastikdeckel bauen, ohne Deckel betreiben oder eine komplett neue Abdeckung bauen soll...


    Auch hier gibt es dann Bilder, wenn ich mit einzelnen Abschnitten fertig bin.



    Soweit erstmal..
    Gruß, Ian

  • Hallo,


    Auch die Leisten von Waveman werden warm ;) daher solltest du etwas Belüftung in Form von Bohrungen oder Lüftungsschlitzen über den Leisten vorsehen.
    Ich würde den Rahmen der original Abdeckung behalten und die Leisten in dem Aufhängen.
    Ggf. aus PVC Hartschaum Platte noch eine Abdeckung schneiden.
    Diese Platten sind ab 5mm recht Formstabil und einfach zu bearbeiten.


    Mfg Andre

  • Der Deckel hat ja zwei große Öffnungen, wenn auch nicht direkt über den Leisten.
    Entweder ich lass die offen, dass die Wärme da raus kann oder baue zwei Lüfter rein damit da Frischluft zirkulieren kann.
    Jedenfalls irgendwie so, dass ich das bei Bedarf rückbauen kann.
    Das TC420 könnte die Lüfter bei Bedarf ja locker mit steuern.

  • Moin zusammen mal wieder...


    entgegen aller Hoffnungen meiner Frau bin ich mit Unterbau und Becken leider noch nicht fertig geworden.
    Sommerliche Verpflichtungen wie Grillen mit Freunden, Kurzausflüge übers Wochenende, das Baby und diverse Sonder-Sofort-Aufträge meiner Frau verzögern den Bau leider immer wieder. :(


    Trotzdem ein paar Bilder vom aktuellen Stand.


    Das Becken ist mit doppeltem Boden über die komplette Breite ausgeführt - Höhe 7cm.
    Der Einlass auf der linken Seite hat den selber Querschnitt wie der doppelte Boden (inzwischen ist dort drauf auch feines Edelstahl Fliegengitter angebracht).
    Die Scheibe der Druckkammer ist für die 60mm Löcher der 15.000L/h Pumpen bereits angezeichnet. Diese sitzen relativ weit außen, so dass in der Mitte noch Platz für eine dritte Pumpe wäre.
    Alle großen Elemente (Boden, Einlass, Druckkammer) sind entnehmbar konstuiert und werden in oder auf verklebten Führungsleisten gelagert.


    Ich überlege derzeit noch ob und wie ich die beiden Glasstreben der langen 80vm Scheiben wieder anklebe. Diese habe ich ja entnommen um die Konstruktion so umsetzen zu können.
    Ich tendiere aktuell dazu sie bündig an die linke Schmalseite des laufen zu lassen. Rechts wären dann noch ca 5cm Platz bis zur Scheibe der Druckkammer.
    Irgendwelche Einwände dazu :?:





    Der Unterbau besteht aus 3 Lagen Ytong steinen mit je 25cm Höhe. Diese sind miteinander verklebt und bereits teilweise Erstverputzt.
    Auch die Aussparungen, die später die Holzleisten zu Aufnahme von Bodenträgern und Türscharnieren aufnehmen sollen sind bereits gestemmt.
    Sobald ich die Innenseiten komplett verputz habe, setze ich die vier großen (stahlverstärkten) Porenbetonstürze der Länge nach aufs Becken. Dann wird fertig verputzt und die Deckplatte angebracht... dauert aber aktuell wohl noch etwas. :(




    Die LED Lichtleisten sind ebenfalls da. Ich musste natürlich auch schon etwas damit rumspielen :applaus:
    Dafür fertige ich dann eine extra Abdeckung. Dauer aber halt auch noch etwas...




    Frage zum Besatz:
    Uns gefiel die Idee mit den Schmerlen wie im Becken von Erichs Sohn ausgesprochen gut.
    Da diese jedoch außerhalb der Fütterungszeiten wohl relativ "passiv" sind, hab ich die Aufgabe noch Beifische zu finden.
    Diese sollten in der starken Strömung dauerhaft schwimmen wollen, so dass man sie auch sieht. Außerdem sollten sie klein sein, damit es ein paar mehr sein können. Und bunt sollen sie auch noch sein, so dass der kleine was zu gucken hat...
    Gibts so welche denn überhaupt?




    Soweit erstmal von mir.
    Schönen Abend noch. ;)

  • Moin,
    nur mal ganz kurz, komme gerade erst nach Hause.
    Die Umsetzung finde ich bisher sehr gut, auch die etwas erhöhte Einlaufkammer ist gut überlegt.
    Lediglich, wenn ich es richtig gelesen habe, die Platte für die Pumpenkammer/ Pumpen würde ich in jedem Fall verkleben.
    Die Vibration ist sonst ist nicht zu unterschätzen. Es gibt ja 2 Möglichkeiten für die Pumpen:


    MIt den Saugnäpfen oder Magneten an der rechte Aussenscheibe befestigen.
    Die Pumpen in die Trennwand einkleben und nicht an der Aussenscheibe befestigen.


    Im ersten Fall darf dann die Trennscheibe keinen Kontakt zur Pumpe haben, sonst vibriert es recht doll. Weiterer Nachteil dann,
    durch den Zwischenraum Pumpe/ Trennwand wird viel Wasser eingesogen, das fließt nicht durch den Kanal. Die gesamte
    Umwälzung ist dadurch geringer.


    Bei der 2. Möglichkeit die Trennwand ca. 5mm weiter nach rechts verkleben, die Pumpen dürfen dann in keinem Fall die Außenscheibe berühren.
    Die Vibration ist sonst auch sehr laut. Bei mir sind ja 2 verschiedene Pumpen drin, da hatte ich Probleme mit dem Abstand und der Vibration.


    Bedenke, dass Dein Aquarium nicht so lang ist. Du hast die Strömung berechnet? Im ersten Teil meines Thred kannst Du das nachlesen.
    Ich wollte ja bis zum Ende eine fast gleiche Strömung haben. Die Pumpen bringen gut Power auf die doch geringe Länge bei Dir.


    Ich würde dazu raten, erst eine Pumpe einzukleben, dann die Strömung testen. Dabei den Wasserstand in der Pumpenkammer beachten.
    Der sollte gleich in dem Becken sein. Wenn dem so ist und die Strömung am Ende nicht zu stark ist, dann mit der 2. Pumpe dazu testen. Einen Wirlpool wirst Du sicher nicht bauen wollen, gibt es auch wenig Fische für.
    Eine 3. wird in jedem Fall zu viel. Ist der Wasserstand in der Pumpenkamer zu niedrig, dann arbeiten die Pumpen auf Sog, dazu sind sie aber nicht ausgelegt. Die Folge, Vibrationen!!
    Beim testen also einfach das Loch für die 2. Pumpe mit Silikon und Platte abdichten. Lässt sich ja schnell wieder entfernen beim Test mit 2 Pumpen.


    Zum Besatz: neben den möglichen Schmerlen, da gibt's viele sehr schöne, würde ich unbedingt später auch Flossensauger dazu nehmen.
    Die finden Kinder immer toll, sind sie auch. Später, weil erst einmal genügend Aufwuchs vorhanden sein muß. Sonst verhungern die schnell.
    Für das Kind sind auch die Barben, die ich jetzt drin habe interessant. Tolle Farbe, unwahrscheinlich schnell, gibt's auch andere von.
    Pferdekopfschmerlen, sehr interessant und auch gut zu beobachtem. Aber so ein relativ kleines Becken ist auch schnell zu voll.
    Aber so weit bist Du ja auch noch nicht.
    Oh, nun ist das doch recht lang geworden.
    Viel Freude weiterhin beim basteln und planen.


    Gruß


    Erich

  • Hallo Erich,
    danke erstmal für deine Tipps.



    Pumpenleistung:


    Deine Berechnung kenne ich. Die benötigte Pumpenleistung ist ja ein Verhältnis von Länge und Liter des Beckens.
    Du hast mit den Gesamtmaßen gerechnet, ich rechne für meinen Teil mal nur mit den effektiven Werten der Nutzfläche (ohne Rücklauf/Pumpenkammer). Die Ergebnisse bleiben im Verhältnis aber vergleichbar...


    Bei deinem Sohn waren es effektiv ca. 94 l / 140 cm = 0,67 l/cm -> bei 24.000 l/h ergibt das effektiv 9,95 cm/s Fließgeschwindigkeit


    Bedenke das meine Becken als Raumtrenner nicht nur 25cm tief sind. Dadurch hab ich deutlich mehr l/cm die bewegt werden müssen die somit mehr Pumpenleistung brauchen. Daher auch der größere/höhere Einlauf und Rücklaufkanal..


    80er Testbecken: effektiv 72 l / 69 cm = 1,04 l/cm -> bei 30.000 l/h effektiv 8,01 cm/s (45.000 l/h = 12,02 cm/s)
    150er Becken: effektiv 167 l / 139 cm = 1,2 l/cm -> bei 30.000 l/h effektiv 6,94 cm/s (45.000 l/h = 10,42 cm/s)


    Rechnerisch ergeben drei gedrosselte Pumpen im 80er quasi die Leistung von zwei ungedrosselten bei dir.
    Wenn man davon ausgeht, das die Jebao tatsächlich nahezu die angegebene Leistung schaffen und deine SunSun (?) etwas zu hoch angegeben sind, schaffe ich deine Fließgeschwindigkeit wohl auch mit zwei Pumpen auf Volllast.
    Ich würde mir nur gerne die Option offen halten eine dritte Pumpe einzusetzen zu können um das Gesamtsystem aus Lautstärkegründen drosseln zu können. Aber das wird man erst sehen wenn das zweier System in Betrieb ist. Zum Testen ist das 80er Becken ja schließlich da.. ;)



    Druckkammer:


    Momentan kämen die Pumpen per Magnet an die langen Seiten. Der Auslasskopf wäre 90° zum Magneten abgewinkelt. Festen Kontakt zur Druckkkammerplatte zu vermeiden ist relativ schwierig. Ich hatte auf eine Art Manschette wie diese hier gehofft, finde aber keine mit 60mm ID. Deshalb überlege ich momentan so eine Manschette auf der Platte zu verkleben. Muss so ein Teil aber mal im Original sehen um zu bestätigen, dass das funktioniert..
    Material wäre EPDM, was ja auch für Teichfolien verwendet wird. Das sollte wohl auch im Aquarium verwendet werden können..


    Bei drei Pumpen würde ich oberhalb der Pumpen eine waagerechte Montageplatte an die senkrechte Druckkammerplatte kleben, so dass alle drei Magnethalter senkrecht befestigt werden und der Pumpenkopf wiederum 90° in die Waagerechte abgewinkelt wird.
    Spätestens hier muss die Druckkammer als ganzes entnehmbar konstruiert sein um die Pumpen zu montieren/warten.


    Auch hier werde ich wohl etwas testen müssen wie stark die Vibrationen tatsächlich sind und was man sinnvollerweise ändern kann/muss.



    Besatz:


    Flossensauger sind auch in nicht bunt sehr schön. Aber leider wuseln die nicht durchs Freiwasser.
    Pferdekopfschmerlen sind auch im Bodenbereich zu finden, viel zu groß (bis zu 22cm?) und nicht bunt.
    Malabarbärblinge sind schön bunt und schwimmen viel rum, sind aber noch immer zu groß (13-15cm).


    Die Prachtbarben wärenvon den bisher vorgeschlagenen eine Option weil schön rote Färbung und gut im unbeheizten Aquarium zu halten. Die Größe von 8-10cm im Aquarium wohl geht auch grade noch so.
    Wuseln die denn schön im Freiwasser (Mitte/Oben) rum?


    Ich meine gelesen zu haben, dass Erich auch schon Kardinalfische in seinem Becken hatte. Kleiner (bis 5cm) aber nicht so bunt wie die Prachtbarben, trotzdem ganz hübsch. Wasserwerte und Temperatur passen auch..
    Gibt's da Einwände?


    Ich habe derweil auch noch Gabelschwanz-Blauaugen (Pseudomugil furcatus) gefunden. Diese sind recht bunt mit bis zu 6cm nicht sehr groß, so dass der Schwarm etwas größer werden kann. Nach Erfahrungen im Internet sollen unbeheizte Becken ab 20° auch kein Problem sein.
    Hat schon jemand Erfahrungen mit der Art?





    Gruß, Ian

  • Sieht schon cool aus was du da machst!


    Kardinäle sind nicht soooo die Strömungsfreunde meiner Erfahrung nach. Furcatus sind absolute Wusler, wie die zu starker Strömung stehen weiß ich nicht. Regenbogenelritzen? :D Wobei die nur phasenweise bunt sind, im Ruhekleid nur so mittel.
    Das meiste an Danios müsste eigentlich gehen, da gibt es welche, die es eher ruhig mögen, aber auch welche die Strömung gut annehmen. Das weiß ich leider nicht auswendig, müsstest du mal recherchieren.


    Viele Grüße
    Birthe

  • Hallo Birthe,


    laut Internet sollten die Kardinäle auf Grund ihrer Herkunft aus schnell fließenden Bächen am ehesten starke Strömung abkönnen.
    Die Danios aus stehenden bis langsam fließenden Gewässern eher die wenigste Strömung.


    Wobeiselbst langsam fließende Gewässer mit 0,3-20cm/s ja auch noch deutlich
    schneller sein könne als die im Aquarium erreichbaren
    Geschwindigkeiten..


    Aber so unterschiedlich können Internetangeben und praktischen Erfahrungen sein..



    Wie auch immer...
    Nachdem ich meiner Frau die möglichen Kandidaten präsentiert habe steht unser Favorit mit den Regenbogenelritzen fest.
    Beim weiteren recherchieren über Herkunftsgebiete und Besonderheiten der Regenbogenelritzen, stolperte ich über traumhafte Bodenbewohner als Beifisch... Springbarsche :verliebt:
    Orangekehliger Springbarsch
    Regenbogen Springbarsch



    Sind in Deutschland wohl sehr selten und damit verdammt teuer mit 10 bis fast 20€ pro Tier.
    Aber im Vergleich zu den sonst typischen Bodenbewohnern eine Farbexplosion (zumindest zur Balzzeit).


    Um weiter planen und abwägen zu können..
    Fallen euch irgendwelche Stolpersteine ein, die ich bei einem möglichen Nordamerika Becken noch bedenken müsste?

    • Temperatur so niedrig wie möglich
    • Strömung und viel Sauerstoff
    • Sand/Kies/Steine für die Springbarsche, ein paar Pflanzen für die Regenbogenelritzen
    • Fütterung nur Lebend-/Frostfutter


    Wie hoch könnten wohl die Besatzzahlen bei einer Beckengröße von ca. 140L/30H/40B -> ca 170L aussehen?
    Wären grob über den Daumen 15 Regenbogenelritzen und 6-8 Springbarsche realistisch?
    Wäre bei derartigen Besatzmengen eine aktive Filterung wieder notwendig?



    Gruß, Ian

  • Zum Thema möglicher Filterung beim 80er Testbecken hab ich etwas überlegt.


    Ein Hamburger Mattenfilter klassischer Bauweise kann ich auf Grund der vorhandenen Strömungsgeschwindigkeiten nicht nutzen.
    Bei Erich fungiert(e) der ja auch nur als eine Art Grobfilter.


    Einen richtigen aktiven Filter möchte ich nach Möglichkeit aber auch vermeiden.


    Mir kam daher folgende Idee..
    Wenn man sich die mittlere Kammer eines 3-Kammer-Filters vorstellt und diese an die Rückwand zwischen die Pumpen setzt, so dass der Rücklaufkanal die Einlaufkammer, der Überlauf die Auslassskammer und die 30.000 l/h Ströhmung der Pumpenersatz ist..
    Könnte das dann rein durch den Strömungsdruck funktionieren, dass das Wasser durch denn Filterblock nach oben zum Überlauf gedrückt wird?

    So würde ein Filterblock von der Bestückung ungefähr aussehen..



    Und ungefähr so hab ich mir das insgesamt vorgestellt..





    *Hinweis*
    Das geplante 150er würde ich wohl zum 170er erweitern und hinten eine Art integriertes Filterbecken mit 3 oder 4 Kammerfilter integrieren.

  • Ohhhh cool Nordamerikabecken, sehr gute Wahl ;) Von den Dartern hab ich auch immer geträumt aber meine Becken sind da (noch) zu klein für und der Boden derzeit noch durch Grundeln besetzt.


    Kannst Du bitte die Bilder aus dem Netz aus deinen Posts raus nehmen und stattdesesn verlinken? Das muss wg copyright sein, so hast du sie praktisch geklaut.


    Ich hab grad noch nicht wirklich verstanden wie du das mit dem Filterprinzip meinst, wie würden da die Pumpen eingesetzt und wie kommt das Wasser in die Kammer?
    Als einfache Lösung würde ich ein Stück grobe Matte auf den Strömungseinlauf legen (vielleicht auch nur auf einen Teil davon? Damit es nicht zu sehr bremst), aber ich glaube nach einfachen Lösungen suchst du nicht, was? ;)
    Hattest du deine Filterentscheidung schon erläutert? Warum war bisher keiner geplant bzw warum wolltest du ihn vermeiden?


    Grüße
    Birthe