Ein Neuanfang

  • Hallo Gerhard,

    da wart ihr beiden Oldis ja recht mutig.

    Aber ohne Risiko kein Erfolg.

    Sehr schöne Tiere, kommen mir irgendwie

    bekannt vor, eine gute Wahl.

    Viel Erfolg mit ihnen und dem Becken.


    Gruß


    Erich

  • Danke Erich.

    Ja, die Art hatte ich schon. Damals waren es 2. Bei dieser Art ist es so, daß sie alle als Weibchen geboren werden. Ab einem gewissen Alter entwickelt sich das größte und stärkste Tier als Männchen. Wenn dieses Tier verstirbt, hat die Natur vorgesorgt. Ein großes Weibchen rückt nach und wandelt sich zum Männchen um. Genau umgekehrt ist es bei den sogenannten Nemos. Dort ist das größte Tier ein Weibchen.

    Durch eine Mail habe ich gerade erfahren, daß meine Bestellten Tiere bei meinem Händler eingetroffen sind. Das Bedeutet: Morgen fahrt nach Ritterhude. Liegt bei Bremen. Ich werde die Autobahn meiden und Landstraße fahren und die Fähre Glückstadt-Wischhafen benutzen. Hat jemand Lust mitzukommen?

  • Moin

    Um 10 Uhr hier los. Tanken und dann auf zur Fähre. Kurz vor 11 in Glückstadt angekommen. Radio hat noch nichts zur Wartedauer gesagt, aber wir standen schon Ortsausgang Glückstadt. Nach 2 Stunden und 10 Minuten war ich endlich auf der anderen Seite. Über die Landstraße ging es weiter. War wenig verkehr. Temperatur immer so um die 33°C. Fenster waren beide unten da man überwiegend nur 70 fahren durfte. Um 14.30 Uhr in Ritterhude eingetroffen. Der Laden macht um 15 Uhr auf. Also hin zum Lidel um die Ecke und einmal quer durch den Laden. Habe Eis eingepackt und dann hin zu meinen Fischen. Das Eis wurde dankbar von den Damen in Empfang genommen. Da meine Tiere schon eingetütet waren, habe ich noch meine restlichen Sachen rausgesucht und bin dann auch sofort Richtung Heimat gestartet. Diesmal ging die Überfahrt erheblich schneller. War schon nach einer Stunde drüben. Zuhause die Tüten, ich hatte vorsichtshalber Eis mitgenommen welches ich unterwegs in die Styro-Box getan habe, nur kurz auf Beckentemperatur gekühlt. Danach wurden die Tiere eingesetzt. Ich hatte mir ein Paar Lanzen-Symbiosegrundeln ( Stenogobiops nematodes) mit ihrem Partnerkrebs Alpheus randall sowie ein Paar Okinawagrundeln geholt. Ebenso 3 Röhrenwürmer. Die Tiere eingesetzt und wurden nicht mehr gesehen.. Heute Morgen war alles klar. Die Lanzengrundel und der Krebs, um die 3 cm, hatten sich über Nacht wohl im Becken getroffen und sich eine gemeinsame Wohnung genommen. Der Krebs hat gebuddelt und die Grundeln haben aufgepasst. Wenn beide Grundeln die Höhle verlassen ist es für den Krebs ein Zeichen daß die Luft rein ist. Dann fängt er an zu schaufeln. Er ist von Natur aus fast Blind. Wenn Gefahr droht, verschwinden die Grundeln in die Höhle und er verzieht sich auch schlagartig.. Die gelben Okinawa-Grundel hatte ich auch im anderen Becken. Dort haben sie auch mehrmals abgelaicht.

  • Moin

    Gestern habe Tränen gelacht. Im Becken gab es große lebende Artemien. Selbst gezogen im Garten. Alle Tiere haben sich sicherlich gefreut. Toll war anzusehen, wie die Lanzengrundeln so jede dritte oder vierte Artemie in die Höhle zum Krebs schleppte. Dem wurde es allmählich zu viel. Grundel schleppte rein, postwendend schmiss der Krebs das Tier wieder raus. Grundel schnappt sie sich wieder und rein in die Höhle. Das Ganze ging eine ganze Weile hin und her. Bis es der Grundel zu Bunt wurde. Ein kräftiger Schlag mit der Schwanzflosse und der Krebs hat das Futtertier in der Höhle gelassen. So nach dem Motto: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.

  • Es gibt nicht nur gute und nützliche Tiere im Becken sondern auch kleine "Bösewichte". Die Fadenschnecke z.B. futtert Montiporakorallen. Dort lutscht sie das lebende Gewebe ab und die Koralle stirbt. Sie ist (war) ca. 8 mm groß. Diese Schnecke sieht fast genauso aus wie eine Glasrosenfressende. Aber das kann bei der nicht möglich sein. Ich habe keine eingesetzt.

    Die Rückenschildschnecke ist scheinbar harmlos und ist mit Algen zufrieden. Auch eine längliche Schwarze mit einem Schild auf dem Rücken geistert noch im Becken rum. Die wollte aber auf kein Foto. Was nicht ist, kann noch werden.


  • Moin Maggi

    Ich finde die Anfangsphase bei einer Neueinrichtung eines Seewasserbecken immer spannend. Was bekommt man zu sehen und welche Tiere tauchen plötzlich auf?. Manchmal auch noch nach Jahren. Eine Neueinrichtung ist wie die Öffnung einer Wunderkiste.

  • Hallo.

    Nun sind wieder ein paar Tage vergangen und, wie mir mein Besuch erzählte, hat sich im Becken was getan. Eine Okinawagrundel mußte ich abgeben. Es war leider kein Paar. So hatte eine die andere unterdrückt. Bei den Lanzengrundel ist jetzt wohl die "Frechheit" ausgebrochen. Die Eine, ich vermute das Männchen, kommt auf mich zugeschwommen und reißt ihr Maul auf. Die Andere zuckt dauernd mit ihrer Lanze. Dabei bekommen die immer das Futter von mir. Heute gab es eine extra Portion ausgewachsener Artemien. Die Grundel suchen sich immer die größten Artemien aus. Trotz ihres kleines Maul. Auch die Mengen, die die Verschlingen ist enorm. Bald werden die eine größere Höhle brauchen. Da hat der Krebs noch einiges zu tun.

  • Moin

    Heute gab es frisch gefangene Mysis. Die "lieben" Fische waren überhaupt nicht begeistert. Bäh, Futter was sich schnell bewegen kann und davon regen Gebrauch macht. So was geht gar nicht. Aber irgendwann kommt es ja mal vorbeigeschwommen und dann wird zugeschlagen. Selbst einige Korallen haben lange Tentakeln ausgefahren und sich bedient.

  • Moin

    Heute kam meine Frostfutterlieferung. Mitbestellt hatte ich auch Lobstereier. Sofort wurden die Fische damit gefüttert. Alle, aber auch wirklich alle, kamen zum Vorschein und holten sich ihren Teil. Mit dabei war auch eine, bis dahin, unsichtbare Schnecke. Dabei ist die überhaupt nicht klein. Schätze so um die 3 cm lang und pechschwarz. Nach ein paar Minuten war sie wieder im Untergrund verschwunden. Bis zum nächsten mal?


  • Moin,

    das finde ich auch interessant an den Salzigen.

    Wenn man vor so einem größeren Becken sitzt,

    es gibt immer mehr zu entdecken. Immer mehr Tiere

    krebsen da rum, beim füttern wahrscheinlich, wie

    Gerhard schreibt, noch mehrere.

    Dir weiterhin viel Freude bei deinen Beobachtungen.


    Gruß


    Erich

  • Danke.

    Aber es gibt auch bei den bekannten Tiere eine Überraschung nach der anderen. Das der Eingang der Wohnhöhle öfters mal ein wenig verlegt wurde, daran hatte ich mich schon gewöhnt. Es war aber immer im Rahmen. Gestern viel mir ein paar Stellen im Bodengrund auf, die umgewühlt waren. Hm, ein Wurm, eine kleine Krabbe? Nein, es ist der Partnerkrebs der beiden Grundeln. Er muß in großem Stil den Bodengrund mit Gängen durchzogen haben. Der Eingang ist jetzt ca. 3 cm von der Frontscheibe entfernt. 20 cm vom vorherigem Standort. Dabei ist der Bodengrund dort nur 2 cm hoch.