unbekannter Mikroorganismus

  • Hi,


    ich habe gestern im Becken übrigens noch zweimal etwas gesehen, was ich nicht identifizieren konnte. Es war deutlich kleiner als ein Cyclops, ließ sich immer mit der Strömung treiben (sank dabei runter), und hopste/schwamm dann plötzlich immer wieder hoch.


    Hab durch die Lupe gesehen, konnte nur einen weißen Punkt ausmachen mit einem "Y" oben drauf.


    Es war keine Daphnie und auch kein Hüperfling. Hat jemand eine Idee was das war?


    Bettina

  • Hallo Bettina,
    aufgrund des Strichmännchens kann ich doch nur auf Hüpferling tippen. Ich hoffe jedenfalls, dass das auf meinem Foto so ein Teil ist, die spaddeln aber mehr unter Wasser rum als dass sie Hüpfen.
    Sonst wüsste ich auch nicht so recht was das sein könnte, aber dafür gibt es auch zu viele Kleinstlebewesen im Becken.


    Gruß


    Erich

  • Hallo Erich,


    danke, aber ich bin mir sicher, daß es kein Hüpferling/Cyclops ist. Die kenn ich und hatte ich auch immer mal. Das Schwimmverhalten ist auch anders.


    Bettina

  • Hallo Bettina,


    es können Copepoden LINK sein. Es gibt sehr viele verschiedene Arten, die zum Teil auch parasitär leben. Vielleicht scheuern sich deshalb deine Fische?

  • So... jetzt aber mal die aktuellen News.


    Also, nach zwei erfolglosen Versuchen, diese kleinen Hopser unters Mikro zu kriegen, haben wir es nun endlich geschafft.
    Für die geduldige Mühe ein ganz dickes Dankeschön nochmal an Jule!! :kuesschen:


    Also, die kleinen Hopser stehen tatsächlich im Zusammenhang mit dem Scheuern meiner Fische.


    Ich häng Euch mal das Mikroskopbild ran und ne Zeichnung von mir, mal gucken, ob jemand weiß was das ist.
    Dazu muß ich sagen, daß es beim Versuch des Rausfangens verstorben ist und den Schwimmapparat verloren hat.


    Sven, Du darfst nicht antworten, Du weißt es schon. ;)


    Bettina

  • Guten Morgen,


    hm...so schwer?


    Na gut, ich lös mal auf, indirekt wisst Ihr es ja denk ich schon.


    Es ist eine Gabelschwanz-Cercarie, ein Vorstadium des adulten Haut/Schuppenwurmes "Transversotrema patialense".


    In diesem Stadium verlassen sie die Zwischenwirte "Schnecke", schwimmen dann frei umher, und versuchen den Endwirt/Fisch zu finden. Dort kleben sie sich mit einem Sekret an, stoßen den Schwimmapparat ab und schieben sich unter die Schuppen, wo sich sich dann zu den adulten Würmern entwickeln, welche dann Eier legen. Diese fallen zu Boden, es schlüpfen wieder kleine "Vorstadium-Tierchen" (Miracidien), welche sich ne Schnecke suchen.. (angeblich maximal 8 Stunden Überleben, ob das stimmt weiß ich nicht) und von vorn das Ganze.


    Also, nun ist alles in Sack und Tüte...


    Ich habe bei Preis Aquaristik mal nachgefragt, ob das Preis Coly bei diesen Parasiten auch was bringen kann. (Preis Coly ist ein Mittel, das gegen Darm- und Kiemenwürmer helfen soll, es ist auf rein pflanzlicher Basis)


    Antwort war inhaltlich, daß höchstens ein Kurzbad helfen könnte, sie aber auch bei diesen Würmern den Wirkstoff Praziquantel empfehlen würden.


    Also, Fazit: Im nächsten Becken kommt neuer Bodengrund rein, erstmal OHNE Sschnecken!! Und dann kommt Praziquantel zum Einsatz.


    Das Ganze ist ja wirklich nicht schön, aber ich finde das sehr interessant. Daß diese Cercarien sich gut festhalten/festkleben können, haben Jule und ich schon immer mitbekommen, als wir versucht haben, sie unters Mikroskop zu bekommen. Sie hingen immer an der Wand der Pipette fest und kamen nicht mit raus. Naja, dabei hat das Ding wohl auch seinen Schwimmapparat verloren. Die Cercarie war unter dem Mikro wirklich gut zu erkennen, es pumpte richtig was im Inneren.


    Also, nicht alles, was im Wasser rumhüpft, ist ein Cyclops oder ne Daphnie. Ich rate Euch also nur, wirklich nicht nur oberflächlich in Eure Becken zu sehen, sondern wirklich mal ruhige Minuten davor zu sitzen. Man sieht manchmal Dinge, die einem sonst nicht auffallen.


    Wie ich jetzt erstmal vorgehe, schreib ich im anderen thread weiter, das hat ja nichts mehr so ganz mit diesem thread zu tun.


    Gruß


    Bettina

  • Hallo,


    ich habe zu diesen Parasiten leider noch eine Frage immer nicht klären können, ich finde dazu nichts im Internet.
    Ich bekomme nicht raus, wie lange die Parasiten in den Schnecken bleiben, leben. Ob die Schnecken irgendwann auch wieder "clean" sind, also ohne Befall. Die Antwort hierüber würde mir helfen zu wissen, wie man mit den befallenen Schnecken am besten umgeht.


    Hat jemand ne Antwort hierüber? Vielleicht findet ja jemand von Euch was hierüber im Internet oder in Büchern...? Wäre wirklich nicht ganz unwichtig für die ganze Genesung meines Beckens.


    Lieben Gruß


    Bettina

  • Moin Bettina,
    habe auch mal im I-Net gesucht.
    Leider zu Deiner Frage nichts gefunden.
    Aber ganz ehrlich, ich würde die Schnecken weitestgehend aus dem Becken entfernen.
    Ohne Zwischenwirt kein Entwicklungszyklus.
    Wenn Du unbedingt wieder die kleinen Kriecher haben willst, dann später.
    Wenn die Fische clean sind und die Larven ohne Wirt (Schnecke) bestenfalls 8 Stunden leben (habe ich auch so gelesen) müsste doch ohne Schnecken ziemlich schnell Schluss sein.
    Jedenfalls viel Erfolg weiterhin.


    Gruß
    Ralf

  • Hallo RALF (ich glaub ich habs jetzt ;) )


    Lieb daß Du Dir die Mühe gemacht hast zu suchen, dankeschön.


    Es ist wohl richtig, daß die "Larven" die aus den Eiern kommen, ca. 8 Stunden überleben, bis dahin müssen sie ne neue Schnecke gefunden haben. Also können keine neuen Tiere mehr aufwachsen.


    Allerdings weiß man ja nicht, wie lange diese Parasiten in der Schnecke bleiben. Ich hab gestern z. B. gelesen, daß es Arten geben soll, die mehrere Generationen in der Schnecke bleiben, bis welche überhaupt mal die Schnecke verlassen. Würde heißen, vielleicht haben sehr viele Schnecken bereits den Parasiten in sich, er ist nur noch nicht herausgekommen.


    Wenn ich dann also irgendwann wieder Schnecken ins Becken gebe... wer weiß, ob die Schnecken dann sauber sind. :verrueckt:
    Einerseits möchte ich die Schnecken alle raus haben, um damit kein Risiko einzugehen. Aber wohin dann mit ihnen...???
    Und wenn ich sie drinnen lasse und mitbehandeln würde, weiß man ja nicht, ob das Mittel auch hilft, wenn der Parasit noch an/in der Schnecke ist.


    Ach man, ist doch alles Scheiße. Entschuldigung, das kann man echt nicht ohne Fäkalsprache ausdrücken!!


    Bettina

  • Moin Bettina,
    ja schön, dass Du Dich an meinen Namen erinnerst :P


    Die Schnecken kannst Du wohl knicken.
    Die kann ja auch kein anderer gebrauchen, der nicht scharf auf unerlaubte Touristen ist.
    Ich glaube nicht, dass die Parasiten in den Schnecken von irgendeinem Mittel betroffen sind.
    Und wer hat schon gerne "Schläfer" im Becken????
    Nach der Literatur ist ja ein mäßiger Befall der Tiere noch zu dulden, aber ich würde gar kein Risiko eingehen.


    Also einmal reinen Tisch und weg mit den Parasitenbombern - auch wenn es natürlich auch Tiere sind und es einem leid tun kann.


    Gruß
    Ralf

  • Guten Morgen,


    heute morgen hab ich im Becken gesehen, daß die Temperatur mittlerweile auf 20 Grad fällt. Ich wollte daher die Heizung langsam mal wieder anmachen, so daß ich auf ca. 23 Grad komme.


    Nun MEINE ich aber was gelesen zu haben, in Bezug auf die Schuppenwürmer wg. bestimmter Temperaturen die zu kalt oder zu warm sind. Ich finde aber hierzu nichts mehr.


    Meine Corys und die Amanos stören die 20 Grad sicher nicht, nur der letzte Borelli... (ja, das Weibchen lebt tatsächlich noch... :rolleyes: ), ob das für den so gut ist?


    Ist das vielleicht ne Weile gut, wenn ich das Wasser so kalt lasse? Wg. der Würmer meine ich. Oder ist das völlig egal?


    Bettina

  • Hi,


    ich habe heute ein winziges Tierchen aus meinem Aquarium gefangen. Mir tun jetzt noch die Augen weh...das Tierchen war in 10 ml Wasser in einer Spritze, ich habe über eine Stunde gebraucht, um es daraus zu bekommen auf einen Objektträger.


    Kann mir vielleicht jemand bei der Bestimmung helfen? Ich habe schon viel gegoogelt heute, von Copepoden, Ruderfukrebsen usw... aber ich habe bis jetzt nie die richtigen Bilder gefunden, die passen könnten.


    Vorab: Es ist vielleicht ein Fünftel so groß wie eine Artemia-Nauplie!! Dieses Tierchen habe ich nur bei absolutem Stillstand des Wassers überhaupt erkannt, dann ist es nämlich vorwärts gezuckelt.


    Es ist kein Hüpferling/Cyclop! Dieses Tierchen war sehr rund, nicht oval. Und es hatte sehr auffällig diese "Hörnchen", sowohl oben als auch unten. Diese seitlichen "Ärmchen" haben Ruderbewegungen gemacht wie eine Artemianauplie.


    Es soll tatsächlich auch parasitäre Copepoden usw. geben, daher möcht ich gern rauskriegen, ob diese Tierchen was mit dem Juckreiz meiner Fische zu tun haben können. (davon abgesehen find ich es auch so interessant was da so rumkriecht)


    Bitte entschuldigt die laienhafte Zeichnung, genauer ging mein Mikroskop nicht. (und meine Zeichenkünste auch nicht :oops: )


    Bettina

  • Hallo Bettina,
    ist doch gut gezeichnet, nur deine beschriebene Größe irritiert mich ein wenig.
    Sonst hätte ich ja glatt auf ein beflügeltes Sparschwein getippt :D , aber so.....
    Sorry, aber das musste sein, leider kenne ich mich sonst nicht so mit dem
    Winzgetier aus, wahrscheinlich würde ich so etwas gar nicht sehen.


    Lieben Gruß bis Samstag


    Erich

  • Ach Erich, Du Doofnase,


    paß auf daß ich Dir Samstag nich ins Bier spuck :baeh: :baeh: :baeh:


    aber...ich glaub ich hab selber schon ne Vermutung was das ist, nix Schlimmes wohl

  • Na, Ihr könnt ja mal versuchen das besser zu zeichnen. Ne bessere Auflösung würd mich auch zu ner besseren Zeichnung bringen. Es ging ja auch nur hauptsächlich um die Formen.


    Im übrigen brauch ich keine weitere Hilfe mehr, es könnten Nauplien von Cyclops sein.


    Danke, erledigt.